Jord??n de Asso Reserva 2005

Habe mal heute einen spanischen Wein im Glas: die Reserva 2005 von Jordán de Asso, einen Wein aus der D.O. Cariñena. Die Weinbauregion Cariñena ist seit den 1990er Jahren im Aufwind. Während früher in dieser Region extrem alkoholreiche Weine produziert wurden, die eher zum Verschnitt taugten, wandelte sich der Weinbau gewaltig. Die dominierende Garnacha-Rebe wurde in den 90ern allmählich gerodet und es wurden verstärkt Tempranillo und Cabernet Sauvignon angebaut.

 Das Weingut Jordán de Asso hat eine rund 100jährige Tradition und ist in Familienbesitz. Das Weingut befindet sich südwestlich von Zaragoza in Aguarón, unweit von dem Ort  Cariñena, dem Namensgeber der D.O. Die Familie Guelbenzu-Solsona besitzt 25 ha Rebfläche in der Campo de Cariñena. Hier herrschen Quarzit und Schieferböden vor. Beim Anbau werden auf niedrige Erträge und ökologische Kritierien geachtet. Es werden nur 3 Weine vinifiziert: eine Crianza, die Reserva und einen Cava.

Die Reserva, eine Cuvée aus Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Syrah, reifte für 12 Monate in Fässern aus französischer Eiche und wurde nicht filtriert. Der Wein hat 14 Vol % Alkohol. Begeisternd sind bereits vor dem Öffnen der Flasche die wunderschönen Etiketten – egal ob Crianza, Reserva oder Cava.

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Zum Wein. Er hat eine tiefe, dunkle, samtige, granatrote Farbe. Nach dem Schwenken entstehen starke Schlieren an der Glaswand, so dass die Träne des Etiketts sich beinahe im Wein widerspiegelt. In der Nase hat der Wein eine starke Präsenz, er wirkt sehr körperreich. Waldbeeren und Kräuter sind die dominanten Assoziationen. Das Holz ist dezent, leichte Vanillenoten sind durch die Fasslagerung entstanden. Er riecht etwas alkoholisch, doch dies wirkt hier nur wenig störend. Der Wein ist weniger vollmundig als erwartet, er ist saftig, würzig und hat eine leichte Frische. Die Tannine sind noch präsent, ebenfalls eine frische, aber schwache Säure. Man könnte ihn fast mit „leicht mineralisch“ beschreiben. Auch im Geschmack sind dunkle Beerennoten (Brombeeren und Heidelbeeren) stark präsent, daneben würzige und leichte vegetative Noten. Der relative hohe Alkoholgehalt tritt geschmacklich  nicht zutage. Man sollte den Wein momentan dekantieren.

Der Wein gefällt mir gut und ist sein Geld allemal wert (ca. 11€). Man sollte ihn am besten zu einem kräftigen Essen trinken. Und man kann ihn getrost noch ein paar Jahre im Keller liegen lassen, in zwei Jahren ist er bestimmt auf seinem Höhepunkt.

 

Zur Homepage des Weinguts: http://www.jordandeasso.com/

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