Die Provence ist nicht nur Ros?? – Weinrallye #37

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??ber viele Jahre assoziierte der Weintrinker mit der Provence eine traumhafte Landschaft und alkoholische und gleichzeitig ausdruckslose Ros??s. Heute denkt man noch immer an die Landschaft aber auch an deutlich bessere Ros??s. Aber diese Reduzierung auf einen Weinstil ist eigentlich v??llig unangemessen.

Die Provence ist ein gro??es Weinanbaugebiet, sie reicht von Arles bis nach Nizza und ist damit die Fortsetzung des Languedoc auf der Ostseite des Rh??nedeltas. Nat??rlich ist es nicht zu leugnen – es wird ??berdurchschnittlich viel Ros??wein erzeugt. Daneben gibt es Regionen, die besonders f??r ihre Rotweine bekannt sind. Hier w??re sicherlich Bandol zu nennen, aber auch der westlichste Ausl??ufer, die 1995 geschaffene Splitter-Appellation Les Baux-de-Provence – ehemals geh??rte diese Region zur AC Coteaux d’Aix-en-Provence. Diese beginnt wenige Kilometer westlich von Eygali??res und liegt damit genau zwischen Rh??ne und Durance. Diese Gegend ist durch die Domaine de Tr??vallon ber??hmt geworden, die aber durch das strenge AC-Reglement ihre Weine als Vin de Pays Bouches-du-Rh??ne auf den Markt bringen muss. Aber dies nur nebenbei.

Die Landschaft in dieser Gegend wird stark gepr??gt von den Alpilles, einer schroffen Kalksteinh??gelkette von 300-500m H??he. Am Fu??e dieser Kette wird Wein angebaut. Nicht nur die schroffen Felsen machen diese Region seltsam krag, auch das Wetter spielt hierbei eine Rolle. Es ist ausgesprochen hei?? im Sommer, es gibt um die 3000 Sonnenscheinstunden im Jahr, der Niederschlag ist gering (550-680 mm/Jahr). Hinzu kommt der Mistral, jener Wind, der mit gro??er Geschwindigkeit h??ufig das Rh??netal gen S??den st??rmt. Vor ihm muss man die Rebst??cke besonders sch??tzen. Gleichzeitig bietet er jedoch einen gro??en Vorteil: durch den Mistral ist das Risiko f??r einen Befall durch Pilzkrankheiten auf ein Mindestma?? reduziert. Deshalb setzte sich hier fr??h der ??kologische Weinbau durch.

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Einer der Vorreiter des ??kologischen Weinbaus ist die 1992 gegr??ndete Domaine d’Eole. Sie liegt westlich von Eygali??res, kurz bevor die AC Coteaux d’Aix-en-Provence zur AC Les Baux-de-Provence wird. Ihre Weinberge liegen zu F????en der Alpilles. Bereits vier Jahre nach ihrer Gr??ndung kaufte Christian Raimont die Domaine – aber er setzte auf Kontinuit??t, denn seit 1993 ist der deutsche ??nologe Matthias Wimmer f??r Weinbau und Keller zust??ndig. Die Idee des ??kologischen Anbaus setzte sich in den folgenden Jahren in der gesamten Region immer mehr durch. Neben vorz??glichen Rotweinen und einem sehr gutem Ros??, wird auch Wei??wein erzeugt. Den Einstieg macht der Domaine d’Eole wei?? 2008, ein Vin de Pays des Alpilles, eine Cuv??e aus 50% Grenache blanc und 50% Rolle – einer typischen Rebsorte des Mittelmeeres, die in Italien Vermentino hei??t. Handlese, geringe Ertr??ge und biologischer Weinbau (Ecocert) sollen hohe Qualit??t garantieren.

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Der Wein pr??sentiert sich mit einem kr??ftigen Hellgelb, das an Champagner erinnert.
In der Nase dominieren Aprikose, gelbe Fr??chte und frische Kr??uter. Daneben Noten von Gr??sern und nussige Noten, die an Mandeln erinnern. Insgesamt ist die Nase von mittlerer Intensit??t und ausgesprochen harmonisch.
Am Gaumen ist die S??ure nicht besonders ausgepr??gt. Eine leicht herbe Note und Aromen von Kr??utern (Melisse,…) sorgen f??r eine angenehme Frische. Der K??rper ist kr??ftig – nicht ??ppig. Es finden sich Aromen wieder Kr??uter-, Steinobst- und gelbfruchtige Noten, dazu nussige Noten und Karamell. Der Wein hat viel Schmelz und einen langen Nachgeschmack.

Die Domaine d’Eole zeigt mit diesem Wein, dass auch in der Provence neben Ros??- und Rotweinen auch gro??artige Wei??weine entstehen, die sicherlich viel Beachtung verdienen. Auf jeden Fall muss die Provence mittlerweile als Erzeugerregion f??r sehr ernsthafte Weine wahrgenommen und nicht nur wegen der Landschaft ger??hmt werden.

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