Von gestern, heute & morgen – Der VDP pr??sentiert seine Weine, seine Geschichte und sich selbst

Das Jahr 2010 bedeutete f??r den Verband Deutscher Pr??dikatsweing??ter nicht nur die Pr??sentation des seit langem umjubelten Jahrgangs 2009, u.a. am 26. September 2010 im Kloster Eberbach, sondern auch sein 100j??hriges Jubil??um. So wurden gleichzeitig zwei Publikationen zum Jubil??um vorgestellt. Das eine ist ein klassisches Coffee-Table-Book aus dem Tre Torri Verlag, das jedem Mitglied des VDP eine Doppelseite widmet. Wie es sich f??r ein Buch dieser Gattung geh??rt, zeichnet es sich durch hochwertige Photographien und ein bestechendes Layout aus. Es stellt somit eine Luxusvariante des ebenfalls erstellten Mitgliederverzeichnisses dar.
Das zweite Buch ist eine Geschichte des VDP. In „Im Zeichen des Traubenadlers“ skizziert Daniel Deckers mit gro??em Rechercheaufwand die wechselvolle Geschichte des Verbands. Beginnend mit der Gr??ndung des Verbands Deutscher Naturweinversteigerer 1910, zu einer Zeit, als die deutschen Weine zu den teuersten und angesehensten Gew??chsen der Welt geh??rten, ??ber die Verwerfungen des Ersten Weltkriegs, als Gr??ndungsmitglied Ludwig von Bassermann-Jordan bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn fiel. Deckers beleuchtet die Probleme w??hrend der Weltwirtschaftskrise, die Nichtgleichschaltung des Verbands w??hrend des Nationalsozialismus sowie die Ausgrenzung und Verfolgung der j??dischen Weinh??ndler im Dritten Reich sowie die R??ckkehr der wenigen ??berlebenden, die es den deutschen Winzern bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erm??glichten, wieder erfolgreich Wein zu verkaufen. Auch die neuere Geschichte des Verbands wird thematisiert, wie die Beinaheaufl??sung 1971 und die folgende Umbenennung in Verband Deutscher Pr??dikatsweing??ter, die Qualit??tsprobleme des deutschen Weinbaus Ende der 1970er Jahre bis hin zu den erfolgreichen Bestrebungen, wieder an den Erfolg vor hundert Jahren anzuschlie??en.

Moz-screenshot-29

Wilhelm Weil betonte bei der B??cherpr??sentation in seinen einleitenden Worten, dass es das Bestreben der Pr??dikatsweing??ter sei, wieder zur Spitze der weltweiten Weinelite zu geh??ren. Dieses Streben wurde auch bei der Verkostung der Gro??en Gew??chse (GG) 2009, bzw. 2008 bei den Rotweinen, deutlich. Die Qualit??t der vorgestellten Weine ist konstant ??berdurchschnittlich.
In den letzten Wochen entbrannte in einem deutschen Weinforum eine Debatte dar??ber, dass die GGs angeblich nicht geb??hrend bewertet w??rden – Aufh??nger waren die Bewertungen der ersten deutschen Ausgabe des Falstaffs, der maximal 95 Punkte vergab. An dieser Debatte l??sst sich sehr gut ablesen, dass partiell ein Anspruch erhoben wird, der eigentlich noch nicht mit der Realit??t deckungsgleich ist. Wilhelm Weils Worte zeigten daher, dass zumindest im Verband der Realismus nicht verloren gegangen ist – der trockene deutsche Riesling ist auf einem hervorragenden Weg, aber noch nicht am Ziel angekommen.

Moz-screenshot-28

Leider ist es in der K??rze der Zeit und bei der Vielzahl an Weing??tern nicht m??glich, s??mtliche Weine zu verkosten. Alle von mir verkosteten Weine waren sehr gut, aber nur wenige waren wirklich herausragend. Manchen Rieslingen fehlte es an S??ure, andere waren zu alkoholreich. Mir erscheinen vier Weine als so gut, dass ich sie explizit erw??hnen m??chte:

?????? Heymann-L??wenstein Uhlen „Laubach“ Riesling 2009
?????? Emrich-Sch??nleber Halenberg Riesling 2009
?????? Sch??fer-Fr??hlich Felseneck Riesling 2009
?????? K??hling-Gillot Pettenthal Riesling 2009

Nat??rlich kann diese Liste um viele hervorragende Weine erweitert werden. Ihr wahres Potential zeigen sie sowieso erst in der Zukunft.

Generell l??sst sich konstatieren, dass die deutschen Weine – besonders die trockenen Rieslinge – auf einem gutem Weg sind, an ihrer gro??en Vergangenheit anzukn??pfen. Daher scheint es auch vern??nftig, mit der Aufarbeitung der Verbandsgeschichte sich seiner Herkunft zu versichern, um sich den Projekten der Zukunft stellen zu k??nnen.

??

Deckers, Daniel: Im Zeichen des Traubenadlers, Mainz Verlag Philipp von Zabern 2010.

Deutschlands Weinelite: VDP. Die Pr??dikatsweing??ter, hrsg. von Ralf Frenzel, Wiesbaden Tre Torri Verlag 2010.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Von gestern, heute & morgen – Der VDP pr??sentiert seine Weine, seine Geschichte und sich selbst

  1. Anonymous schreibt:

    Hey, there is so much worthwhile info above!<a href="http://crm-service-management.com/HP-PhotoSmart-A316">HP PhotoSmart A316 cartridge</a> | <a href="http://crm-service-management.com/HP-Business-Inkjet-2280">site</a&gt; | <a href="http://crm-service-management.com/HP-DeskJet-D1455">HP DeskJet D1455 ink</a>

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s