Der VDP auf gro??er Tour

Der Verband Deutscher Pr??dikatsweing??ter (VDP) zieht im Moment durch einige Metropolen Deutschlands und pr??sentiert in luxuri??sem Ambiente seine aktuellen Gro??en Gew??chse (GG) aus den Jahrg??ngen 2009 (Wei??wein) bzw. 2008 (Rotwein). In K??ln, wo ich die Gelegenheit zu einem Besuch nutzte, pr??sentierten sich die Winzer im eleganten Excelsior Hotel Ernst. Die Location vermittelte unmittelbar das Gef??hl, dass es sich weniger um eine Werk- und Leistungsschau handelte, als eher der Selbstvergewisserung diente, die Aristokratie des Weinbaus zu sein. Auch die Tatsache, dass die Gro??en Gew??chse wahrlich keine absatzf??rdernde Werbung mehr n??tig haben, unterstreicht, dass diese Veranstaltung – nur f??r Fachbesucher zug??nglich – eher repr??sentativer Natur ist. Dies wurde auch dadurch belegt, dass nach rund einer Stunde ein sinnvolles Verkosten nur mehr schwer m??glich war. Die R??ume waren ??berf??llt, die Luft abgestanden und von Parfum und Aftershave geschw??ngert.

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Daneben hat die Tour nat??rlich auch einen greifbaren Mehrwert. Nach den diversen Pr??sentationen im letzten Jahr, so z.B. in Wiesbaden, Berlin oder Kloster Eberbach, besteht nun mit einigen Monaten Abstand die M??glichkeit, die GGs erneut zu verkosten und zu ??berpr??fen. Es zeigte sich, dass sich die meisten Weine vortrefflich entwickelt haben. Gerade die Rieslinge veranschaulichten, was in diesem Jahrgang m??glich war – wenn man die M??glichkeiten nutzte. Leider wurde aber auch deutlich, dass es eine sehr kleine Minderheit an Winzern im VDP gibt, die recht mittelm????ige Weine pr??sentierten. Hier stehen dem VDP die eigenen Statuten im Weg. Denn ist nicht alles, was der Aristokratie nominell zugez??hlt wird, ist auch aristokratisch – ein Ph??nomen, dass nicht nur in der Weinwelt zu finden ist.

Wirkliche ??berraschungen gab es aber nicht. Die Weine, die schon seit langem als die Besten des Jahrgangs gehandelt wurden, best??tigten diese Einsch??tzung auf beeindruckende Art und Weise. Daher m??chte ich an dieser Stelle kein Weingut explizit herausheben, denn dies w??rde die automatisch und ungerechterweise die Leistungen der anderen Winzer schm??lern. Im Allgemeinen wurde aufgezeigt, dass Weine aus Deutschland nicht nur international locker mithalten k??nnen, sondern in Teilen zur internationalen Spitze geh??ren. So kann man als Res??mee der VDP Tour konstatieren: der Weg stimmt, die Zukunft wird erfreulich sein.

Die R??ckfahrt mit Freunden bot dann noch einmal die Chance, zwei GGs in eher plebejischem Ambiente zu trinken – in der ??berf??llten 2. Klasse eines Regionalexpress. Es zeigte sich, dass wahre Aristokraten auch in einfacher Umgebung ??berzeugen k??nnen. Der wirkliche H??rtetest auf einer etwas anderen Tour.

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